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Fairtrade Deutschland News
08.12.2021

Fairtrade Finnland: Entwicklungsprogramm wird fortgeführt

Schon seit 2014 unterstützt das Entwicklungsprogramm der finnischen Regierung die Projekt- und Programmarbeit im Fairtrade-System.

Ziel ist des Programms ist es, nachhaltige Lebensgrundlagen für Kleinproduzent*innen zu schaffen. Umweltverträglichkeit, Einbeziehung schutzbedürftiger Personen und Gleichstellung der Geschlechter sind dabei zentrale Elemente.


Mehr Resilienz für Kaffeeproduzent*innen

Die erste Phase der Zusammenarbeit fokussierte auf den Kaffeesektor, insbesondere auf die Unterstützung zentralamerikanischer Kleinproduzent*innen bei der Überwindung der Kaffeerost-Epidemie. Eine externe Evaluierung zeigte jüngst, dass das Programm nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Überwindung des Kaffeerosts leisten konnte, sondern auch die Produktionsqualität und die Produktivität von Tausenden Kaffeeproduzent*innen verbesserte. In den drei zentralamerikanischen Kaffeeprojekten wurden so zum Beispiel über zwei Millionen Kaffeesetzlinge gepflanzt und die Kapazität von fast 60 Erzeugerorganisationen gestärkt, um zukünftigen Herausforderungen besser begegnen zu können. Das Personal wurde hinsichtlich sozialer Inklusion und der Prävention von Kinderarbeit geschult. Zudem wurden in den Bereichen Gender, Jugend und nachhaltiger Produktion im täglichen Betrieb der Organisationen positive Effekte erzielt. Bei den Kaffeeprojekten wurden Demonstrationsparzellen eingerichtet, die hauptsächlich von Frauen betrieben werden und dem Testen resistenter Kaffeesorten und der Organisation von Schulungen zu nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken dienen. Ein weiterer wichtiger Erfolg war die Produktion von organischen Düngemitteln in den SPO-eigenen Zentren, die hauptsächlich von schutzbedürftigen Gruppen wie Jugendlichen, Indigenen und Frauen betrieben werden. Das Programm unterstützte auch den Aufbau regionaler Netzwerke von Fairtrade-Produzent*innen in Lateinamerika und der Karibik und ermutigte sie, neue Aufgaben in der Fairtrade-Bewegung zu übernehmen.

Kommerzielle Partner für Projekte gesucht

Die zweite Phase startete 2018 und dauert noch bis Ende des Jahres 2021 an. Fairtrade Finnland hat zusammen mit den Produzentennetzwerken in Lateinamerika und der Karibik (CLAC) und Afrika (FTA) sowie weiteren Partnern wie Fairtrade Deutschland und Max Havelaar Frankreich ein Portfolio aus vielen einzelnen Projekten in zahlreichen Ländern auf Basis der Bedarfe der Produzentengruppen zusammengestellt und koordiniert das Programm. Es basiert auf der Fairtrade-Theorie des Wandels und der globalen Strategie von Fairtrade und umfasst zwölf Einzelprojekte mit spezifischen Projektziele und Maßnahmen. In der aktuellen Phase werden mehr als 160.000 Personen direkt und indirekt erreicht, davon sind mehr als 50 Prozent Frauen.

Der Neuantrag für das Programm der finnischen Regierung für den Projektzeitraum 2022 bis 2025 wurde bereits genehmigt. Insbesondere Herausforderungen in den Bereichen Stärkung von Kleinbauernorganisationen, Arbeiter*innenrechte, Anpassung an den Klimawandel, Frauenrechte und Kindesschutz treten, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung, in allen Ländern auf. Auch Themen wie „Existenzsichernde Einkommen“ und „Existenzsichernde Löhne“ haben weiter an Bedeutung gewonnen. Konkrete Projektideen werden in den kommenden Wochen von Fairtrade Finnland zusammen mit allen Partnern ausgearbeitet.

Das Programm wird von Fairtrade Deutschland seit Jahren finanziell unterstützt.  Die Projekte stehen auch kommerziellen Partnern von Fairtrade für eine Beteiligung offen.

 

 

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