TransFair ruft zu weltweiter Solidarität auf

Das Fairtrade-Gebäude in Köln-Sülz trägt aktuell den Hinweis #Stayathome. Trotzdem sind unsere Mitarbeitenden weiterhin erreichbar.

17. März 2020

Mit der pandemischen Ausbreitung des Coronavirus wächst weltweit die Ungewissheit über deren Folgen. TransFair (Fairtrade Deutschland) beobachtet die aktuellen Entwicklungen sehr genau und bleibt kontinuierlich im Austausch mit den Partnern in Nord und Süd.

Wie wir weiterarbeiten

Selbstverständlich folgen wir den Vorgaben und Empfehlungen der Gesundheitsbehörden – zum einen, um unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, zum anderen im Interesse der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher sind derzeit alle Dienstreisen ausgesetzt, Meetings finden weitgehend virtuell statt. Fairtrade-Veranstaltungen und andere Events und Termine fallen bis auf weiteres aus. Darüber hinaus nehmen Mitarbeitende von TransFair an keinen Veranstaltungen teil. Zudem reduzieren auch andere Fairtrade-Organisationen ihre Arbeit. Flocert, unser Partner für Zertifizierungen, verschiebt alle Erstzertifizierungen. Auch das Beratungsangebot unserer Produzentennetzwerke in Afrika, Asien und Lateinamerika kann aus Sicherheitsgründen nicht wie gewohnt stattfinden.

Die Situation unserer Partner

Bei unseren Partnerorganisationen in den Anbauländern kommt eine doppelte Sorge auf: Einerseits besteht bereits jetzt die begründete Angst, dass Absatzmärkte einbrechen, und damit die Einkommensgrundlage und Existenz von 1,7 Mio Menschen, die im Fairtrade-System angeschlossen sind, gefährdet ist. Fairtrade ruft deshalb dazu auf, auch in Zeiten der Krise faire Produkte zu konsumieren und so Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und Arbeitende im globalen Süden zu unterstützen. Auch wenn die Fallzahlen von Covid-19 in vielen Ländern des globalen Südens bislang sehr gering sind, besteht zudem die große Sorge, dass die Gesundheitssysteme dort einer solchen Pandemie nicht gewachsen sind.

Wir rufen daher alle dazu auf, den Einschätzungen und Vorgaben der Gesundheitsbehörden Folge zu leisten, um Risiken zu minimieren. TransFair schöpft alle Möglichkeiten und Wege aus, die uns zur Verfügung stehen, durch diese Krise hindurch für den fairen Handel engagiert zu sein.

#TeamFairtrade steht zusammen

Dieter, Overath, Vorstandsvorsitzender Transfair e.V., erklärt: „Wir können die Coronakrise bewältigen, wenn wir körperlich Abstand halten, aber im Geiste als Gesellschaft zusammen stehen. In der aktuellen Situation ist von uns allen Solidarität gefragt. Dafür steht der faire Handel. Wir alle können und sollten uns in unserem Alltagshandeln solidarisch zeigen, indem wir uns und andere schützen und wo Hilfe notwendig ist unterstützen. Das gilt für die Menschen in unserem unmittelbaren Umkreis. Unsere Solidarität gilt aber auch den Menschen, die uns mit Produkten, wie Kaffee, Kakao, Bananen oder anderen Rohstoffen versorgen, und für die wir uns auch in dieser Krisenzeit einsetzen.“

Informationen zur Erreichbarkeit von TransFair

Die Mitarbeitenden von TransFair sind weiterhin telefonisch oder per E-Mail erreichbar und wir gewährleisten einen fortlaufenden Geschäftsbetrieb. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an ihre bekannten Ansprechpartner oder an info(at)fairtrade-deutschland.de

 

 

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